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Unterstützt dilettantischer Journalismus in Deutschland die GEMA?

Wenn man sich die Meldungen, die in den letzten Wochen in der Presse veröffentlicht wurden an liest, fragt man sich als Normalbürger ob das Lesen von Artikeln und Sehen von Nachrichten in den öffentlichen Medien überhaupt einen Sinn macht.
Wagt sich noch ein Journalist noch unter der Oberfläche weiter zu recherchieren? 
Oft genug steht unter den Artikeln als Quellenangabe DPA (Deutsche Presseagentur)
Die meisten Artikel werden mit gleichem Wortlaut übernommen und veröffentlicht. Manche Artikel sind politisch gefärbt, je nach Ausrichtung der Verlagshäuser.
Vor dem Hintergrund des Kostendruckes scheint sich ein 08/15-Journalismus in Deutschland durchzusetzen. Da stellt sich mir die Frage ob ich meinen Verstand lieber mit Vorabendserien auf Minimalleistung kalibriere.
 
Selbst unsere (früheren) kritischen Medien, wie Spiegel, Stern u.s.w. haben ihre Leistungen kontinuierlich auf Oberflächenjournalismus beschränkt. Und wie bringe ich es als Otto-Normalbürger fertig auf detailliertere Informationen zurückzugreifen, als unsere Informationsbeschaffer?
Ist überhaupt noch der Wille unserer Medien vorhanden uns umfassend zu informieren?
Sind detaillierte Informationen so kostenintensiv geworden, das man darauf verzichtet?
 
Nur mal als Beispiel zum Thema GEMA.
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Mal ein offenes Wort an die Mitglieder der GEMA [Ein Kommentar]

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Langsam wird es eng für Eure Lieblingsinstitution. Nicht nur die linke Presse und erboste Youtubenutzer dreschen auf Euch ein, denn so langsam regt sich auch die Politik und hinterfragt Euer Handeln.
Der Berliner Senat unterstützt das Anliegen der Berliner Clubbetreiber   >LINK
Auch von Teilen der CSU kommen Vorschläge die durchaus zeitgemäßer sind, als das was Euer Verein da treibt. >LINK
 
Und wer hat Eurer Pressesprecherin Gaby Schlicher eigentlich den Floh ins Ohr gesetzt das Youtube 20-30 PR-Mitarbeiter eingestellt haben soll um für ein schlechtes Gema-Image zu sorgen? >LINK
Ich behaupte einfach mal es handelt sich um selbstgezüchtete Fruchtfliegen.
 
Das schlechte Image kommt nicht nur nur von Youtube, sondern ist ein Resultat eines Konglomerates von fragwürdigen Maßnahmen. Beschlossen von Euren ordentlichen Mitgliedern, dessen Realitätsbezug sich jenseits von sie wissen nicht was sie tun befindet.
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Ein Gesetz das sich selbst umgeht

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Oder versucht die GEMA eine tote Kuh zu melken?
Worum es geht könnt Ihr in der Presseerklärung der Musikpiraten nachlesen.
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) verklagt den gemeinnützigen Musikpiraten e.V. wegen der Produktion einer CD mit unter Creative Commons-Lizenzen veröffentlichter Musik. Bei einem der veröffentlichten Titel verweigerte die GEMA die Bestätigung, dass der Song GEMA-frei ist, und verklagt nun den Verein vor dem Amtsgericht Frankfurt. Die Musikpiraten begrüßen diesen Schritt, da so die Gültigkeit der CC-Lizenzen im Zusammenhang mit pseudonymen und anonymen Veröffentlichungen erstmalig in Deutschland gerichtlich geklärt werden wird.
 
Unter dem Motto »FreeMixter« hatte der Verein Juli 2011 zum dritten Mal zu seinem Musikwettbewerb aufgerufen. Gewinnen konnten die Teilnehmer unter anderem die Veröffentlichung ihrer Songs auf einer CD, die in einer limitierten Auflage von 2.000 Stück handnummeriert wurde.
 
»Die GEMA betont immer wieder, dass Creative Commons-Lizenzen nicht mit ihrem Vertragsmodell vereinbar sind. Trotzdem will sie von uns jetzt Geld für die Produktion einer CD haben, die ausschließlich CC-Material enthält. Ich gehe davon aus, dass das Gericht diese Forderung der GEMA um die Ohren hauen wird«, kommentiert Christian Hufgard, Vorsitzender der Musikpiraten, die Klage.
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Major Leagues singen Titelsong beim Dortmunder Citylauf

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"Waiting for the silence" heißt der Titelsong zum diesjährigen Dortmunder Citylauf. Gesungen wird er von der Dortmunder Rockband "Major Leagues". Inspiriert von Bands wie R.E.M. und Oasis ist "Waiting for the silence" die jüngste Singleauskopplung aus dem neuen Studioalbum "songsofloveandliveandinbetween".
Mehr rund um "Major Leagues", so wie das aktuelle Video zum Titelsong findet ihr auf www.majorleagues.de und hier.

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Hornbläser und Verwerter (Kommentar)

Die neue Tarifstruktur der Gema ist mit vernichtender Kritik von Discothekenbetreibern versehen worden. Niggels von Uhlenbruch hat sich die Mühe gemacht die neuen Gebühren der GEMA mit den alten Tarifen zu vergleichen. Ein Blick auf die Tabelle bringt schlagartig Klarheit, warum die Clubbetreiber Sturm gegen die neue Tarifstruktur laufen.
Eine Tarifanpassung von 5-10% wäre verständlich gewesen. Sicher hätten einige Betreiber gemosert, aber so eine Anpassung wäre ohne großen Aufschrei hingenommen worden.
 
Ist der Ruf erst ruiniert .....
Nun kann die GEMA erst recht aus dem Vollen schöpfen. Es ist ja noch genug Erde für das eigene Grab vorhanden. Dadurch hat die Onlinepetition gegen die Tarifreform nun schon über 70000 Unterzeichner gewonnen.
 
Und noch eine zweifelhafte Aktion
Mit der Aktion Wir sind die Urheber ist nun eine Liste veröffentlicht worden, die nicht wenige dazu nutzen werden verschiedene Namen von ihrem Einkaufszettel zu streichen.
Aber halt, Stopp.