Unterstützt dilettantischer Journalismus in Deutschland die GEMA?

Wenn man sich die Meldungen, die in den letzten Wochen in der Presse veröffentlicht wurden an liest, fragt man sich als Normalbürger ob das Lesen von Artikeln und Sehen von Nachrichten in den öffentlichen Medien überhaupt einen Sinn macht.
Wagt sich noch ein Journalist noch unter der Oberfläche weiter zu recherchieren? 
Oft genug steht unter den Artikeln als Quellenangabe DPA (Deutsche Presseagentur)
Die meisten Artikel werden mit gleichem Wortlaut übernommen und veröffentlicht. Manche Artikel sind politisch gefärbt, je nach Ausrichtung der Verlagshäuser.
Vor dem Hintergrund des Kostendruckes scheint sich ein 08/15-Journalismus in Deutschland durchzusetzen. Da stellt sich mir die Frage ob ich meinen Verstand lieber mit Vorabendserien auf Minimalleistung kalibriere.
 
Selbst unsere (früheren) kritischen Medien, wie Spiegel, Stern u.s.w. haben ihre Leistungen kontinuierlich auf Oberflächenjournalismus beschränkt. Und wie bringe ich es als Otto-Normalbürger fertig auf detailliertere Informationen zurückzugreifen, als unsere Informationsbeschaffer?
Ist überhaupt noch der Wille unserer Medien vorhanden uns umfassend zu informieren?
Sind detaillierte Informationen so kostenintensiv geworden, das man darauf verzichtet?
 
Nur mal als Beispiel zum Thema GEMA.
Z.B. schreibt Evelyn Roll in der Süddeutschen Zeitung das man die neuen Tarife der GEMA leicht mit dem Taschenrechner nachverfolgen kann. Ein augenscheinlich objektiver Bericht, der zunächst einmal neutral erscheint.
Danach erscheint die von der GEMA geplante Tariferhöhung in einem ganz anderen Licht.
Es bestreitet Niemand das die Clubbetreiber wirtschaftliche Interessen haben und viele Dinge überzogen dargestellt haben könnten.
Aber ich würde gerne der Autorin der Süddeutschen ebenfalls einen Wechsel ihres Taschenrechners empfehlen. Es kommt mir so vor das dort viele Tasten eine rosarote Färbung aufweisen.
 
Nun mal als Aufruf an die sogenannten Journalisten.
Wenn schon halbwegs kritisch, oder objektiv über die Gebührenerhöhung berichtet wird, wie z.B in der Frankfurter Rundschau
sollte man doch so detalliert recherchieren, das der Leser eine umfassende Information bekommt.
Daher meine Bitte an Euch, mal auf den Vorabendjournalismus zu verzichten und das Thema gründlich zu beleuchten.
 
Ein Teil unserer einseitig informierten Politiker und Bürger wären Ihnen zu Dank verpflichtet.
 
P.S Das gilt für alle Bereiche der Berichterstattung. Nicht nur für Themen die mir gerade unter den Nägeln brennen.

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