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Die GEMA am Scheideweg?

Es sieht so aus das die GEMA bald ihre Monopolstellung in Sachen Musik verliert. Die über Jahre geführte Geschäftspolitik, die immer mehr Kritikwürdige Maßnahmen entstehen ließ und die Pressearbeit der GEMA die mehr Nebel als Klarheit erzeugte, könnte sich bald als selbst gelegter Stolperstein erweisen.
Das Image der GEMA ist in den letzten Jahren auf einem Tiefpunkt angelangt, der mittlerweile weit unterhalb der Toleranzschwelle angesiedelt werden kann. Satte Gebührenerhebungen, Rechnungen an Kindergärten, die Liste lässt sich beliebig verlängern. Das den ordentlichen Mitgliedern der GEMA nun eine Selbstbedienungsmentalität nachgesagt wird hat sich die GEMA selbst zu zuschreiben.

Nun wird auch der Druck aus dem politischem Lager immer größer. 
Nach dem Versuch einer exorbitanten Preissteigerung für Clubs und Diskotheken rechnete die GEMA wohl nicht mit einer großen Gegenwehr. Doch die DEHOGA befürchtet ein Club- und Discothekensterben und den damit verbundenen Verlust von Arbeitsplätzen.
Quellen:
DEHOGAkultur-retten.de

Die Kriegsschauplätze der GEMA sind im Augenblick von Rückzuggefechten geprägt. 
Die Tarifreform ist durch massive Gegenwehr des Bundesverbandes für Hotel und Gaststätten erst einmal vom Tisch. Und das Thema Youtube wird seitens der GEMA erst gar nicht mehr erwähnt und der Shitstorm ignoriert.

Während die GEMA mit ihrer unglaublichen Ruhe versucht die laufenden Probleme durch ignorieren und aussitzen zu lösen braut sich an anderer Stelle neues Ungemach zusammen. 
Eine kleine Anfrage der Linken im deutschen Bundestag wird den GEMA-treuen Herrn Stadler vom Bundesjustizministerium wohl arg in Erklärungsnöte bringen. Die Fragen sind geschickt gestellt und zeugen von einer fundierter Auseinandersetzung der Linken Bundestagsfraktion mit dem Thema.
Da Stadler verpflichtet ist diese Fragen zu beantworten, kann er sich nicht mit oberflächlichen Antworten aus der Erklärungsnot befreien. Ein Nachhaken der Linken, und bohrenden Fragen einiger weiterer Bundestagsabgeordneten werden dem guten Mann noch einige schlaflose Nächte bescheren.
Doch der größte Brocken für die GEMA wird wohl die in Gründung stehende CS3 sein. Die CS3 ist auf einem guten Weg eine weitere Verwertungsgesellschaft für Musik in Deutschland zu werden. 
Damit wird der GEMA die Monopolstellung genommen und auch die sogenannte GEMA-Vermutung ist wohl bald ein Teil der Geschichte.

Auszug aus der deutschen Wikipedia:

Wer GEMA-freie Musik öffentlich aufführt oder gewerblich nutzt, muss, um Ansprüchen der GEMA zu entgehen, die Vermutung widerlegen, dass die genutzten Werke GEMA-pflichtig sind (§ 13c UrhWahrnG). Notwendig sind nach der bisherigen Rechtsprechung dafür die Nennung von Komponist, Texter, Bearbeiter und gegebenenfalls des Verlages, die an dem Werk beteiligt waren,[2] auch dann, wenn es sich um ausländische Musik handelt.[3] Kann die Sachlage nicht eindeutig geklärt werden, wird davon ausgegangen, dass die Musik nicht GEMA-frei ist, also zum GEMA-Repertoire gehört und somit entsprechende GEMA-Gebühren zu entrichten sind.Mit der zunehmenden Nutzung freier Lizenzen wie Creative Commons, gerät auch die Gema-Vermutung zunehmend in die Kritik. Nachdem eine Online-Petition im Oktober 2012 die erforderliche Anzahl an Mindestunterzeichnern erreicht hatte, wird sich der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags mit dem Thema beschäftigen müssen.[4] Als Alternative zur GEMA für Musik unter freien Lizenzen will sich die Cultural Commons Collecting Society (C3S) etablieren. Die GEMA-Vermutung wäre mit deren Anerkennung hinfällig.[5]

Mit einer zweiten Verwertungsgesellschaft für Musik ist dieses leidige Thema wohl bald erledigt. 
Die CS3 ist auf einem guten Weg, und ich gehe mal davon aus das die anstehenden Aufgaben von den Initiatoren gut bewältigt werden.
Es keimt bei der GEMA wohl die Hoffnung, das sich nicht genug Urheber für die neue Verwertungsgesellschaft finden lassen und nicht genug verwertbares Musikgut vorhanden ist, so das eine Zulassung beim Deutschen Patent und Markenamt scheitert.
Es geht aber nicht jeder Keim an.
Selbst wenn eine Zulassung im ersten Versuch scheitern sollte, kann man davon ausgehen das es weitere Versuche, auch von anderer Seite geben wird.
Und den Tag an dem ich folgenden, für meine Wahrnehmung nicht der Wahrheit entsprechenden, Satzanfang: „ Wir freuen uns das ....“ in einer Mitteilung der GEMA nicht mehr lesen muss, sehne ich herbei.

 

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